In 5 Schritten mit Sketchnotes haftenden Eindruck vom Unterricht schaffen

Ich erstelle für meine Schüler:innen in meinen Epochen viele Lernplakate in Form von Sketchnotes als visuelle Erinnerungshilfe oder zur besseren Erklärung von schwierigen, fachlichen Sachverhalten. Diese hänge ich im Raum auf, so dass die  Schüler:innen sie immer einen Blick haben.

Epochen sind der typische Aufbau des Waldorfunterrichts da wir mit Themenschwerpunkten das Jahr über arbeiten, einen Blogartikel habe ich dazu schon in der Planung :-).

Meine Lernplakate sind in der Größe von Flipcharts, die ich als große Sketchnotes gestalte. Dieses Format ist so groß, dass sie von jedem Platz aus zu erkennen sind. Ich nutze die Blankovorderseite vom karierten Flipchartpapier,  da die Kästchen durchscheinen und ich eine gute Orientierung habe. Die Ausnahme ist das Flipchart Papier von Neuland. Hier sind die Kästchen so schwach aufgedruckt, dass ich die karierte Seite auch vorn nutze.

1. Schritt: Die Botschaft oder Aussage

Ich überlege als erstes: möchte ich eine Zusammenfassung über alle Themen des Unterrichts machen oder nur einen Themenschwerpunkt aus dem Curriculum.

Bei der Zusammenfassung handelt es sich bei mir um eine Übersicht aller Themen, die ich in 3 Wochen unterrichte. Es ist für mich gleichzeitig die Vorbereitung auf die Epoche:

  • welche Themen müssen in der Klassenstufe unterrichtet werden
  • was sind meine Themenschwerpunkte innerhalb der Epoche
  • was ist das Minimalziel, was meine Schüler:innen am Ende wissen müssen.

2. Schritt: Die Vorplanung

Auf einem Karo Papier in DINA4 Größe mache ich eine Vorplanung.  Die Kernaussage der Epoche kommt in die Mitte als Eycatcher und alle Themen gruppiere ich erstmal drum herum. Diese erste Vorplanung, mein Brainstorming, ist bei mir meist sehr voll und unübersichtlich. Anhand dieser Skizze kann ich aber sehen, ob ich alle Themen unterbringen kann. Meist sind es zu viele Themen, die nicht alle auf ein Plakat passen. Ich wäge ab, treffe eine Auswahl, streiche Unwichtiges und konzentriere mich auf die allerwichtigsten Kernpunkte.

3. Schritt: Das Feintuning

Das Feintuning ist bei mir die Gestaltung des Layouts und dessen Struktur. In diesem Schritt arbeite ich auch noch in DINA 4 Größe.

Als erstes überlege ich mir das Layout meines Plakates. In den Epochenübersichten steht bei mir als Hingucker mittig das Kernthema, die begleitenden Themen platziere ich darum herum. Der Aufbau ist ähnlich wie in einer Mindmap.

Dann lege ich die Struktur fest:

  •  Schriftgröße und -art der Überschriften
  • passende Symbole und Zeichnungen zu den Themen
  • Farbschema
  • Rahmen und Pfeile, die den Blick über das Plakat lenken.

4. Schritt: Übertragung auf das Flipchart

Wenn ich alle Vorüberlegungen abgeschlossen habe, übertrage meine Skizze auf das Flipchart-Papier. Da ich mit kariertem DINA 4 Papier arbeite, ist eine 1:1 Übertragung auf kariertes Flipchart Papier einfach. Am Anfang habe ich mir mit Bleistift die einzelnen Bereiche und deren Größen markiert und auch alles vorgeschrieben. Heute bin ich mutiger und flexibler. Ich lasse mich auch mal überraschen, wie mein Plakat am Ende wirkt, wenn es nicht 1:1 übertragen ist.

5. Schritt: Aufhängen

Jetzt nur noch aufhängen. Unser Hausmeister hat mir im Naturwissenschaftsraum einfache Magnetleisten in der Höhe des Flipchartpapiers  an die Wänden geklebt. Mit großen Magneten hängen meine großen Erinnerungs-Sketchnotes so sicher im Raum.

Sollten deine Sketchnotes-Lern-Plakate am Anfang nicht 100% deine Erwartungen erfüllen, hänge sie trotzdem auf. Deine Schüler:innen werden niemals so kritisch damit sein, wie du selbst.

Der Mindfuck: ich kann nicht zeichnen oder ich bin nicht gut genug- spukt meist nur in unseren Köpfen herum.

Egal wie krakelig meine ersten großen Sketchnotes gezeichnet waren, meine Schüler:innen haben mich für meinen Mut und meine Strichmännchen immer – auch mit einem Augenzwinkern- gefeiert.

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1 Kommentar zu „In 5 Schritten mit Sketchnotes haftenden Eindruck vom Unterricht schaffen“

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